Oktober 3rd, 2013,  | 0 Kommentare
Unterlaender2013

„Unser Vorbild ist Sierra Nevada“. So gehört an den Unterländer Biertage in Oberglatt, welche am 21. und 22. September stattgefunden haben. Was zuerst auffiel war, dass bereits im zweiten Jahr die Veranstaltung doppelt so gross war wir noch 2012. Also brummt es in der Bierwelt und es gibt genug Anbieter um eine Mehrzweckhalle zu füllen.

Aufgefallen ist der Stand von Doppelleu. Der Neukommer hat, so von diesem Schreiberling gehört, Sierra Nevada als Vorbild. Eine solche Aussage macht Freude, vor allem wenn es von einem Unternehmen ausgesprochen wird, das scheinbar auch Kapital hat. Die Brauhalle die Doppelleu in Winterthur hat ist riesig und scheinbar auch die Ambitionen. Gross, nicht ganz riesig, war auch die Auswahl an den Biertagen. Gut, aber nicht riesig das Resultat. Ein grosses Kompliment erhalten die Macher für ihren Anspruch mehrere Schritte weiter zu gehen und auch Barrel Aged Biere zu brauen. Ihr Oak Wood Red Ale war in Ansätzen bereits bemerkenswert, ihr IPA solide, doch ihr Single Hop Black Ale und Whisky Ale sind noch nicht angekommen. Trotzdem, dieser Brauerei gebührt Respekt und mit Finetuning und Erfahrung könnte sie noch Grosses bewegen.

Brüll! Bier war bereits zum zweiten Mal da, hat aber leider nicht alle Biere mitgenommen. Ihr Nera konnte schon in Rapperswil getrunken werden und war dort schon gut. Ebenfalls da Monsterbräu, Brauwerk, Meiga Bräu, Octopus Bräu, Mythen Bräu, Unterländerbräu und noch andere. Gerne besucht haben wir Brownie’s Beer und UG-Bräu. Beertone fand ähnlich viel Interesse wie in Rapperswil. Gutknecht’s Hammerbier war natürlich auch da, da Hugo V. Gutknecht die ganze Sause organisierte. Was der Organisator sich überlegen sollte, ob er ein Bierfestival für Bierliebhaber oder ein Gaudi-Volksfest veranstalten möchte. Denn die überlaute Handorgel-Stimmungskanone versauerte die Atmosphäre wie das verruchteste Lambic. Unnötig.

Die Qualität der Biere hat im Vergleich zum Vorjahr kaum Fortschritte gemacht. Man merkt, dass hier einige Hobby-Brauer am Werk sind, die mit solidem Handwerk passable Biere brauen. Wirklich grossartige Biere waren Mangelware. Trotzdem sind das Anfänge einer lebendigen Kultur die sicherlich bald aus den Lehrjahren hinauswächst. Schön schon von Anfang an dabei zu sein.

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