Mai 24th, 2014,  | 0 Kommentare
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Mit sechs verschiedenen Tripel im Keller und dem Vorsatz bald einmal ein Tripel zu brauen, gab es mindestens 8 gute Gründe um ein parallel Tastings von Tripels durchzuführen. Es wären sogar neu gewesen, hätte die Schwerkraft nicht über ein Flaschenglas gesiegt und die Norwegische Interpretation dieses belgischen Bierstiles zerstört. Somit degustierten wir die sechs überlebten traditionelle Vertreter, wobei die Unterschiede eindrücklich waren.

Chimay Triple / Blanche (White) / Cinq Cents, 8%, Ratebeer
Mikroskopische Partikel, Mindestens haltbar bis 2013, also vielleicht etwas alt, Hefe und stark alkoholisch in der Nase, entwickelt Blütenhonig Aromen. Die Süsse verbreitet sich im Maul, entwickelte, solide und akzentuierte Bittere, entwickelt getrocknete Aprikosen, dunkle Früchte, wie Pflaumen. Gelungene Balance von Süss und Bitter.
Bewertung: 3.75
Brouwerij Van Honsebrouck Kasteelbier Tripel Blonde, 11%, Ratebeer
Hell Blond bis Strohgelb. Sehr malzig mit etwas Kandiszucker, Honigmelone und weisse Rosinen sowie leicht überreife Ananas im Aroma. Extrem süss im Geschmack wie Marshmallows, sättigend, lang anhaltend prickelnd bis aggressive Kohlensäure. Recht alkoholischer, klebriger Abgang trotz wenig Körper. Abgesehen von der Kohlensäure bleibt wenig.
Bewertung: 2.75
Duvel Moortgat Maredsous 10 Tripel, 10%,  Ratebeer
Knapp nicht Amber sondern eher Orange. Leicht karamelliges Malz, Melonen und Alkohol im Aroma. Ansonsten passiert nicht viel. Im Geschmack viel Honig und leicht bitter, etwas Karamell auf der Zunge, verschwindet recht schnell. Perlige Kohlensäure obwohl sirupartig. Der Alkohol in der Nase ist im Geschmack sehr gut eingebunden und versteckt. Süffig, da weniger Geschmack.
Bewertung: 2.5
St. Bernardus Tripel, 8%, Ratebeer
Ein Universum von Hefepartikel die rumschwimmen: sehr trübes, stumpfes Beige. Im Aroma Andeutungen von Säure wie ein Traubensaft mit etwas Citrus. Ebenfalls roher Mailender-Teig. Mit der Zeit entwickelt sich eine verstärkte Alkoholsüsse. Sehr vollmundig, füllt das Maul und rutscht dann wie Teig die Seitenwände runter. Leichte Bittere als Balance und vielleicht ein Hauch von weissem Pfeffer. Die Süsse bleibt.
Bewertung: 3.25
Westmalle Tripel, 9.5%, Ratebeer
Ziemlich helles und trübes Beige, knapp vor Orange. Vergorene Früchte und Gras im Aroma sowie Alkohol von leicht faulen Früchten. Ebenfalls Kandiszucker und Rosinen. Ein vielversprechendes Aroma mit leichten Andeutungen auf knatternden Pfeffer und Herbe. Im Geschmack passiert viel: leichte Schärfe vom langanhaltenden, wärmenden Alkohol, erhebende Bittere welche die klebrige Süsse verhindert, Brotrinde. Sehr schön abgerundet, balanciert. Ein vielschichtiges Bier.
Bewertung: 4
Brouwerij Slaghmuylder Witkap Pater Tripel, 7.5%, Ratebeer
Helle beige Farbe, trüb, etwas alt, da mindestens haltbar bis Januar 2012. Hat ein milchsaures Aroma entwickelt und wäre somit ein tolles Saison oder ein Imperial Gose. Ist aber wahrscheinlich kein Tripel mehr. Stattdessen Citrus, aber vor allem sehr viel Milchsäure. Schöne Balance zwischen Süss und Sauer. Könnte auch in einem Weissweinfass ausgebaut sein. Hat Andeutungen von tropischen Früchten. Dieses Bier schmeckt sicherlich anders wenn es frisch ist, oder es ist absolut am Bierstil vorbeigeschossen. Sehr angenehm, aber zum jetzigen Zeitpunkt kein Tripel mehr.
Stilgetreu: 0, Persönlicher Geschmack: 3.75

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