Juni 19th, 2014,  | 0 Kommentare
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Wir wurden vom SVFF, dem Schweizer Vereinigung der Freunde Finlands eingeladen eine Bierdegustation zu organisieren. Als waschechte Nordländer sind die Finnen dem Bier nicht abgeneigt, haben mit Lapin Kulta ein weit über die Landesgrenzen bekanntes Mainstream-Bier und mit Kleinbrauereien wie Stadin Panimo in Helsinki, Plevna in Tampere, Huvila/Malmgårdin Panimo irgendwo in der Wildniss und so weiter auch eine lokale Bierszene. Tatsächlich ist Helsinki einer der tollsten Orte um Bier zu trinken. Teuer? Nicht günstig. Aber wer schon einmal 12 Stutz für ein Pint in einem pseudo Pub hingeblättert hat, den schockt so schnell nichts.

Bier schmeckt immer oder mindestens meistens anders wenn blind verkostet. In den ersten drei Runden schickten wir jeweils ein Schweizer und ein Finnenbier gegeneinander anzutreten:

Runde 1: Felschlösschen und Karhu A
Beide Biere boten recht wenig Aromen und Geschmack. Karhu tat sich durch offensichtlich mehr Alkohol und einer Kupferfarbe hervor.

Runde 2: Quöllfrisch Naturtrüb und Lapin Kulta
Das Quöllfrisch fiel – etwas erwartet – durch, obschon es im Vorfeld von Anwesenden als Lieblingsbier bezeichnet wurde. War sicherlich weder eindeutig besser noch eindeutig schlechter als das Gold von Lappland. Auch hier, wenig Aromen, wenig Geschmack.

Runde 3: Locher Schwarzer Kristall und Sinebrychoff Porter
Während der Schwarze Kristall vor allem durch seine Wässrigkeit auffiel, ist das Koff Porter ein toller Vertreter des Baltischen Porter Stils. Dieses hier allerdings mit Ale und nicht Lager-Hefe gebraut.

Nach kurzen Einführungen in das Brauverfahren, die Braustoffe, die Bierstile und Ausführungen zu Trends servierten wir vier Schweizer Bierspezialitäten. Damit zeigten wir was Bier noch alles kann und das Publikum war beeindruckt.

Trois Dames La Frecheur
Kam gut an.

Storm&Anchor Sorachi Ace IPA
Hier hörten wir zum ersten Mal: „Das ist doch kein Bier mehr“. Doch, doch und erst noch nach Reinheitsgebot gebraut. Sehr fruchtig, vor allem tropische Früchte.

Bad Attitude Two Penny Porter
Gefiel uns sehr gut und hier zeichneten sich die ersten Müdigkeitserscheinungen im Publikum.

BFM Abbaye de Saint Bon Chien 2012
Kam überraschend gut an und es gab interessanterweise keine Aufschreie. Ein Sahti Brauer war sehr begeistert und ist wohl unterdessen BFM Kunde.

Fazit des Tages: Es ist immer wieder erfrischend Novizen aufzuzeigen, dass Bier eben nicht nur Bier ist. Mit dem Hinweis, dass wir hier weniger als 10 von über 100 Bierstilen degustiert haben, zog sich das Publikum schnell das Eishockey-Trikot über und ging den WM-Final schauen.

Alle Fotos: © Sanna Heikintalo

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