September 3rd, 2014,  | 0 Kommentare
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Auf dem steilen Weg hoch zum Schlosshof sprachen wir noch darüber wie clever es doch wäre, wenn das Craft Bier Festival einen Bottleshop betreiben würde. Nicht schlecht haben wir dann gestaunt, als wirklich Flaschen der Rappi Bier Factory zum nach Hause nehmen verkauft wurden. Interessant wäre natürlich, wenn auch die anderen zu degustierenden Biere in Flaschen angeboten würden. Dies als konstruktiver Input für den nächstjährigen Anlass. Aber auch sonst hatte die 4. Ausgabe des Festivals einiges an Neuem zu bieten. Neben der Auffrischung des grafischen Erscheinungsbildes gab es:

  • neue gestaffelte Eintrittspakete
  • man konnte den Standard-Plastik-Becher für 2 Franken zu einem schicken Glas upgraden
  • Wasserbehälter um sein Glas zu spülen
  • ein schön gestaltetes “Programmheft” in dem all die ausgeschenkten Biere beschrieben sind
  • die Möglichkeit sich für eine Cheese- oder Schokoladenpairing-Session einzuschreiben

Der Andrang war mal wieder sehr gross. Im Vorfeld wurde mit einem neuen Besucherrekord um die 2’500 Craftbierfans gerechnet. Wirklich eng wurde es, als es wie aus Masskrügen zu regnen begann und sich die durstige Meute unter dem Tornadozelt zusammen hortete. Sich einen Weg zu den Ausschankstellen zu bahnen war zu diesem Zeitpunkt fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Das Angebot der Biere war meines Erachtens grossartig. So gab es Tschechisches und Deutsches Pils, Kölsch, Altbier, Lager, Bock, Märzen, Pale Ale, Weizen, Gose, Berliner Weisse, Fruchtbier (mit Kirschen), Saison, IPA, Stout, Porter, Oud Bruin und einiges mehr zu probieren! Auch wenn nicht alle zu 100% zu überzeugen vermochten, so finde ich die Breite der ausgeschenkten Biere doch sehr positiv und erwähnenswert.

Neu- und Wiederentdeckungen des Festivals – meine persönlichen Highlights:

  • Mystery Solved von Bier Factory Rapperswil
  • Ruby von Degenbier
  • Druida von Brüll! Bier
  • Procrastinator 2 von BFM
  • Blonde von Sottobisio

Wie schon erwähnt machte die Qualität der angebotenen Biere etwas her und das macht wirklich Freude. Und im Gegensatz zu früher sind nur ganz wenige Biere etwas ab- oder gar durch Bierfehler aufgefallen.

Ich als grosser Käsephobiker habe mich dann unter Anleitung von Erzbierschof in einer der Cheesepairing-Sessions meinem Erzfeind gestellt. Die folgenden Käse wurden durch Käse-Expertin Susanne Klemenz mitgebracht:

  • Galegge Geissechäs Asche gereift
  • Cru Rouement
  • Küntener Reblochon
  • Tannenbodenalp, Flumserberge
  • Jersey Blue, Toggenburg

In bester Kupplungs-Show Manier galt es nun die besten Paarungen mit diesen Bieren zu finden:

  • Johanisbeer Lambic von Stägi Bräu aus Thun
  • 1815 von Stägi Bräu aus Thun
  • Amber Ale von Chen + van Loon aus Kleindöttigen
  • Grande Dame von Brasserie Trois Dames aus Sainte Croix
  • Druida von Brüll-Bier aus Tagelswangen
  • Vieille Artisanal Saison Oak aged von Crooked Stave (USA)

Die ausgewählten Käse und Biere waren sehr interessant und divers. Leider war dann die Zeit von 30 Minuten etwas gar kurz um alle möglichen Paarungen genügend auszukosten. Mit einem eigenen Glas pro Bier und etwas mehr Zeit, wäre das Pairing bedeutend entspannter zu und her gegangen. Hier meine Traumpaarungen:

  • Jersey Blue und Druida
  • Reblochon und Amber Ale
  • Cru Rouement und Vieille Saison

Fazit:

  1. Für mich das beste und interessanteste Bierfestival in der Schweiz. Die Neuerungen vermögen zu überzeugen und setzen das Rapperswiler Craft Bier Festival noch deutlicher an die Spitze.
  2. Meine Käsephobie konnte ich etwas abbauen doch noch das beste Bier wird mir jemals einen Geissenkäse schmackhaft machen können. Niemals.

Das nächste Craft Bier Festival wird am 06. September 2015 durchgeführt. Save the date! Mehr dazu unter craftbier.ch

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