Januar 5th, 2015,  | 2 Kommentare
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Eigentlich ist ja De Molen an allem schuld. Während einem unverfänglichen Gespräch, am Rande der CBC 2014, über Zutaten, die es unbedingt mal in eine Bierkreation schaffen sollten, erwähnten die beiden Brauer: “Senf”. Zumindest mich liess die Bieridee kaum mehr los. Ein paar Monate später, und anschliessend ans Collabo-Angebot von 523 nach unserem Interview, als es darum ging sich zu Dritt an eine gemeinsame Brauidee heranzutasten, durchfuhr mich der De Molen-Blitz aus der Vergangenheit wieder. Ein Senf-Saison! Über seitenlange Emaildiskussionen und Abschweifungen in fast alle erdenklichen Küchen dieser schönen Welt kamen dann noch Imperialismus, Kümmel- und Koriandersamen dazu. Das Verrückteste daran: Ändu mag den Kümmel eigentlich so gar nicht und musste sich über Kümmelgipfeli und ähnliches Einsteigerzeugs erst herantasten. Da wir alle drei noch nie mit dieser Gewürzkombo gebraut hatten und von Anfang an klar war, dass die Gewürze nicht einzeln herausstechen sollten, war es somit eine gewisse Herausforderung sich an die richtigen Mengen heranzutasten. Nach einer Zeit des Pöbelns – ja irgendwann hängen einem die Gewürze dann sprichwörtlich zum Hals heraus bzw. klemmen zwischen den Zähnen – hatten wir uns auf die nun angewendete Rezeptur geeinigt. Und das Ergebnis entspricht so ziemlich genau der würzigen Aromadichte, die wir uns das ausgemalt hatten. Mit diesen Aromen und dem grosszügigen Alkoholgehalt, ist das Bier prädestiniert deftiges und intensives Essen zu begleiten. Sauerkraut mit Saucisson (und Senf!), Kartoffeln, Lauch und Schinken (und Senf!) aber auch zu Rauchlachs (ohne Senf) hat das Saijon den Praxistest schon erfolgreich bestanden.

Der, nebenan bebilderte, Brautag, in einer vollständig eingerichteten Brauerei, wo schon viele Biere produziert wurden und alles seinen Platz und gewohnten Gang hat, ist beeindruckend reibungslos abgelaufen. Ändu hatte, als Gastgeber, das Steuer fest in der Hand während Christian und ich uns jeweils in Nebensportarten wie Hefestreicheln, Hopfenmusterfotografie, Marathonumrühren usw. austoben konnten.

Das entstandene Bier ist online bei 523 erhältlich. Wir sind sehr gespannt auf euer Feedback!

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