Februar 20th, 2015,  | 2 Kommentare
Bierversuche_Roger_Bruegger_001Bierversuche_Roger_Bruegger_002Bierversuche_Roger_Bruegger_003Bierversuche_Roger_Bruegger_004Bierversuche_Roger_Bruegger_005
Während irgendwelche anderen die Skipisten runterasten, richtete sich die Aufmerksamkeit aller Schweizer Bierfans in Richtung Meisterschaft die wirklich zählt. Am 7. Februar 2015 fand die erste Biersommelier Schweizermeisterschaft statt. 23 ausgebildete Sommeliers nahmen Teil und am Abend bestand die Nationalmannschaft aus dem erstplatzierten Roger Brügger, Hobbybrauer aus Langenthal und uhm, ja, uhm, Marcel von uns. Die zwei Herren vertreten die Schweiz an den Weltmeisterschaften in Brasilien. Somit erhält das Land in Südamerika endlich einmal einen Wettbewerb von Bedeutung!
Damit wir auch genau wissen, wem wir die Daumen drücken, baten wir Roger zum Interview. Inzwischen: Hopp Schwiiz!
Erzähl kurz etwas über dich und deine Verbindung zu Bier.
Mich verbindet mit Bier, dass ich das Getränk schon sehr lange mag und nach wie vor dem Wein vorziehe.
Ich werde im März 43 Jahre alt, bin verheiratet und habe 2 Kinder (5 und 8 Jahre alt). Ich lebe in Langenthal wo ich auch geboren bin und arbeite als Head of Product Management bei einer Firma in Langenthal im Bereich Industrieautomation/Robotics.
Was mich mit Bier verbindet, hat wahrscheinlich seinen Ursprung als ich 16 Jahre alt war, gerade meine Lehre begonnen habe und wir dort mit den Stiften der oberen Lehrjahre immer am Freitag ins Fürobebier gingen. Seit dann trinke ich eigentlich immer am liebsten Bier: im Ausgang, in den Ferien, zuhause, einfach überall.Wie ging’s weiter, vom Fürobebier bis zur Biervielfalt?
Meine Pfadikollegen und ich haben in den späten 80er oder frühen 90er die damals stattfindende Internationale Biermesse (BEX) in Zürich besucht und auch regelmässige Ausflüge an die IGEHO-Messe unternommen, zwecks (gratis-)Bierdegustieren. Anscheinend habe ich an der BEX sogar mal einen kleinen Wettbewerb im Blinddegustieren gewonnen. Daran erinnere ich mich aber nicht mehr. Ein Kollege hat mich im Vorfeld der Schweizer Meisterschaft der Biersommelier darauf hingewiesen.
Als Back & Brau nach Langenthal kam, waren wir ebenso an der Eröffnung wie ein paar Jahre später, als die Brau AG in Langenthal (Hasli Bier) die Produktion aufnahm. Es ist selbstredend, dass ich dort eine Aktie besitze und die Generalversammlung ein fixes Datum im Kalender ist.
Meine erste Stelle nach Abschluss des Ingenieurstudiums hat mich als Anwendungsingenieur in die Produktionshallen vieler Schweizer Getränkeproduzenten geführt und somit auch in Brauereien und Braupubs. In dieser Zeit war ich dann auch zum ersten Mal auf der Wiesen und unterdessen war ich schon sechs Mal da.
Irgendwann habe ich zum ersten Mal die Solothurner Biertage besucht – wahrscheinlich im Jahr 2004. Dort fand ich alles sehr spannend. Am Stand von BFM trank ich zum ersten mal ein Bier, dass ich sehr merkwürdig fand. Ich vermute, dass es das Abbaye de Saint Bon-Chien war.

War es auch das Abbaye de Saint Bon-Chien, welches dich dazu motiviert hat, nach anderen Bierstilen zu suchen?
Nein, das Abbaye hat mich damals noch nicht in den Bann gezogen. Ich konnte das Erlebnis nicht richtig einordnen: War das nun ein gutes Bier? Kann ein solches Bier im Markt überleben? Wer mag so was? Solche Fragen habe ich mir an dem Abend gestellt.
Damals haben mich in der Schweiz eher die kleinen, lokalen Brauereien, wie Hasli Bier, Öufi, Burgdorfer usw. in den Bann gezogen. Sie haben Brauereien in Orten eröffnet, die früher schon Braustätten hatten. Ich war eher der „Bier braucht Heimat“-Typ.

Welches Bier gab die Initialzündung?
Ich kann mich an keinen speziellen Initialzündungsmoment erinnern. Das war eher ein schleichender Prozess. Gab es irgendwo ein neues Bier, dann habe ich das bestellt und getrunken. So haben meine Kollegen und ich einmal einen ganzen Sommer lang das Appenzeller Weizenbier favorisiert weil es neu war und auch noch in unserem damaligen Stammlokal ausgeschenkt wurde.

Warum hast du damit angefangen zu brauen?
Kurz bevor ich 40 wurde, machte ich mir Gedanken, was ich mir zum runden Geburtstag wünsche. Mein Wunsch ging in Erfüllung und ich habe ein Brauset von Kollegen und Familie geschenkt bekommen. Vor ziemlich genau drei Jahren habe ich den ersten Sud, ein Kölsch nach einem Rezept von SIOS, gebraut. Da ich sehr gerne koche war die Hemmschwelle mit Pfannen und Kesseln zu hantieren relativ klein. Bis heute sind es nun knapp 40 Sude geworden.

Was umfasst deine Brauanlage?
Ich besitze einerseits das Equipment mit Pfanne/Läuterbottich/Gasbrenner für 20l und einen Braumeister 50l mit entsprechendem Zubehör.

Gibt es eine Brau-Region oder Bierstile welche deine Biere prägen?
Als Region am ehesten England. Ich mag die diversen Bierstile von der Insel sehr. So habe ich auch schon Pale Ales, Porter, Strong Bitters und Scottish Ales gebraut. Dennoch würde ich nicht von Prägen sprechen. Ich braue einfach ab und zu etwas Englisches.
Von den Stilen her will ich mich gar nicht festlegen, einzig auf obergärig, da ich nicht kalt vergären kann und dies eigentlich auch nicht will.

Welche Biere braust du regelmässig?
In den ersten ein bis zwei Jahren nach Braubeginn habe ich wohl das Kölsch am meisten gebraut. Auf Wunsch der Freunde und weil ich es selber auch gerne mag, werde ich in Kürze wieder einmal ein Kölsch brauen.

Welche Biere möchtest du gerne noch brauen?
Oude Bruins, Berliner Weisse, Grätzer und andere Sauerbiere. Biere im Fass reifen, etwas mit Früchten, usw.

Mit Brygger Øl hast du einen eigenen Namen, Auftritt. Wie ist es dazu gekommen?
Ich war circa 2005 das erste Mal in Norwegen und habe auf einer Bierflasche das Wort „Brygger“ gesehen und angenommen, dass dies etwas mit „brauen“ zu tun haben musste. Die Ähnlichkeit zu meinem Familiennamen fand ich sehr lustig – vielleicht war das sogar Vorsehung? Das Wort „Brygger“ ist hängen geblieben und so kam es zu der Wortspielerei Brügger/Brygger. Øl tönt zwar in der deutschen Sprache nach Öl aber ich habe dann das Norwegische durchgezogen. Die Leute finden es auch amüsant über Öl zu sprechen und Bier zu meinen.
Den Leuchtturm auf der Etikette hat mein Bruder, der Steinbildhauer ist, entworfen. Ich habe Ihm einfach gesagt, dass ich etwas mit Meer/Küste will. Auf keinen Fall Berge oder Hügel oder Kühe oder anderes typisches Schweizerzeugs. Das wäre mir zu traditionell. Diese Sujets werden in meiner Wahrnehmung auch eher von Brauereien, die mehr ihre Regionalität als das Bier selber betonen, besetzt.
Ausser zum Skifahren meide ich die Bergregionen. Ich wandere gar nicht gerne und sehe lieber in die Weite, wie es eben am oder auf dem Wasser möglich ist. und so sollte mir meine Etikette dieses für mich positive Gefühl vermitteln.
Ich wollte, dass der gewählte Name nicht an einen Ort gebunden ist und meinen richtigen Namen braucht es auch nicht auf der Etikette. Es geht um das Bier und nicht um mich. Brygger Øl könnte somit auch mal umziehen, ohne dass ich am Auftritt etwas ändern muss.

Was sind deine kurz, mittel und langfristigen Ziele mit Brygger Øl.
Es ist grad gut so, wie es ist im Moment ist. Neben dem Beruf und der Familie gelingt es mir circa einmal im Monat zu brauen. Mehr liegt bei den Räumlichkeiten und Platzverhältnissen gar nicht drin.
Ich will und werde weiterhin meine Biere anderen befreundeten Brauern und anderen Experten zur Bewertung abgeben und versuche noch besser zu werden. Eine Collabo würde mich auch reizen und vielleicht kriege ich eines Tages dann sogar noch das dritte Smiley von Bov! Da muss ich aber noch einiges lernen, verbessern und weiter experimentieren.
Mittel und langfristig bleibt Brygger Øl ein Hobby in dem ich alle Freiheiten und keine Verpflichtungen habe. Für mich ist das ein perfekter Zustand.
Vor 18 Monaten habe ich noch nicht einmal mit dem Gedanken gespielt, den Biersommelierkurs zu machen. Heute bin ich der erste Schweizermeister! Wer weiss, was sich in Sachen Brauen also noch alles ergibt.

Hast du das Ziel die Brauanlage auszubauen? Wie?
Ich bin von den Räumlichkeiten her, wie erwähnt, absolut am Limit. Eine Verbesserung wären sicherlich Stahltanks für die Vergärung, anstelle derjenigen aus Kunststoff. Das gönne ich mir wahrscheinlich noch in diesem Jahr. Auch will ich schon länger in Kegs nachvergären, habe das bis jetzt aber immer vor mich hergeschoben. Da liegt sicher auch noch was drin. Sonst sehe ich gerade keine Möglichkeit noch viel auszubauen.

Du bist der erste Bier-Sommelier Schweizermeister. Gratulation. Wie hast du dich vorbereitet?
Ich habe keine grosse Vorbereitung betrieben. Einen einzigen Abend habe ich mit Sebastian Imhof von BRAUBAR die Schweizer Bierstile geübt. Ansonsten degustiere ich einfach regelmässig neue Biere und habe mir so über die vergangenen Monate ein breites Wissen angeeignet.

Was hat schlussendlich den Unterschied gemacht, dass du Marcel im Final ausgestochen hast?
Einen einzigen Punkt! Es war sehr knapp. Ich habe im ersten Durchgang den richtigen Bierstil gewusst, Marcel hat nur auf das Land gesetzt. Dort hat er den Punkt abgegeben. In den zwei weiteren Runden waren wir gleich.
Darf ich trotzdem noch erwähnen, dass ich in der dritten Runde als erster den Jeton gesetzt habe, das heisst vor allen anderen 😉 Ich war mir sehr sicher beim Altbier.

Machst du dir beim Degustieren Notizen? Vergleichst du die degustierten Biere mit irgendwelcher Literatur? Oder anders gefragt, was machst du, dass das Wissen nachhaltig ist und bleibt?
Ausser bei Untappd mache ich keine Notizen. Ich wollte mal ein Journal führen, habe das aber schnell wieder aufgegeben weil es mir zu mühsam war. Da bin ich nicht so strukturiert, wie man es vielleicht annehmen könnte. Ich kann aber herausragende Geschmackserlebnisse sehr gut im Kopf abspeichern.

Die Funktion des Sommeliers scheint immer noch etwas Mysteriöses zu sein. Wie lässt sich z.B. die Bier-Sensorik begründen kann, wo doch jeder Mensch Gerüche und Geschmäcker sehr individuell wahrnimmt?
Es gibt typische Aromen und Geschmäcker, die man einfach kennen und wiedererkennen muss. Gerade Umami ist so ein Geschmacksgefühl, das mal erleben muss und dann im Gedächtnis abspeichert. Da helfen die Beschriebe in der Literatur ein bisschen aber ich musste für mich einfach mal ein Bier mit Umamigeschmack trinken, das Mad Beer Umami von Mikkeler, um es sauber einordnen zu können.
Ich denke, jeder Mensch hat unterschiedliche Aromen die er ohne weiteres erkennt und ebenso hat jede Person „blinde Flecken“ die sie einfach nicht riechen kann. Ich weiss noch nicht genau, wo ich blind bin aber ich bilde mir schon ein, eine gute Nase zu haben.

Wie kann man Sensorik trainieren?
Ich kann da nur für mich sprechen: Ich versuche mir typische Aromen oder Bierstile sozusagen als Referenzwert zu merken um diese dann aus dem Gedächtnis abrufen zu können. Da ich auch beim Essen gerne Neues probiere und dort auch keine Hemmungen habe vor Dingen wie Insekten, Innereien, und anderen unüblichen Speisen und Getränken, denke ich, dass ich viele Aromen schon zuordnen kann. Da muss jeder für sich den richtigen Weg finden.

Wie bildest du dich weiter bezüglich Bierwissen?
Ich habe mir letztens ein paar Bücher zu den Themen Malz, Hopfen, Hefe und Wasser besorgt, da ich mich dort noch mehr vertiefen will. Das bezieht sich aber wiederum auf das Brauen. Ansonsten verfolge ich Blogs und Sites zum Thema (Craft-)Beer und probiere immer Neues.

Wird sich durch den Titel etwas ändern oder hat sich bereits etwas geändert?
Ich werde im Moment, dort wo mich die Leute kennen, noch viel auf den Titelgewinn angesprochen. Der Schweizerische Brauereiverband hat viel in die Medienarbeit gesteckt und viele Medien haben die Meisterschaft aufgegriffen: Ich wurde bereits von drei Radiostationen interviewt und von mehreren Zeitungen. Nächste Woche (17.02.) macht ein Fotograf von der Schweizer Illustrierten noch ein paar Bilder von mir für die Beilage „aldente“, die der SI beiliegt. Mitte April nehme ich an einem Journalistenevent teil, organisiert vom Brauereiverband. Die bekannte Köchin Meta Hiltebrand kreiert ein Menü mit Bieren als Kochzutaten und ich darf den Journalisten die dazu servierten Biere degustativ beschrieben und die Stile erklären.
Dann steht Marcel und mir noch der gemeinsame Auftritt am Tag des Schweizer Bieres am 24. April bevor, wo wir auch als Nationalmannschaft eingekleidet werden sollen. Ein paar Wochen später geht es im Sommer an die WM nach Brasilien.
Ansonsten denke ich, dass es jetzt wieder ein bisschen ruhiger werden wird. Ich finde es spannend was abgeht, bilde mir aber nicht ein, dass sich ansonsten viel ändern wird für mich.

Wird sich etwas in der Wahrnehmung von Bier in der Schweiz ändern?
Gerade die Berichterstattung über die Schweizermeisterschaft hat zumindest kurzfristig bewirkt, dass man dem Bier genauso viel Aufmerksamkeit schenken kann und soll wie dem Wein. In der grossen Masse wird sich die Wahrnehmung nur dann ändern, wenn Leute wir ihr von bierversuche.ch sowie andere Sommeliers und Bierliebhaber zuerst ihr näheres Umfeld sensibilisieren und begeistern. Diese Personen wiederum geben diese Erlebnisse an Dritte weiter und so weiter. So kann etwas wie ein Schneeballeffekt entstehen.

Wie erlebst du die „Bierszene“ in der Schweiz?
Ich bin schweizweit nicht sehr stark vernetzt und kenne nur ein paar Einzelpersonen, die ich aber als sehr inspirierend empfinde. Ich denke, dass ich im Grossen und Ganzen mitbekomme, wer sich mit seinen Bieren profiliert, was die wichtigsten Events sind, um diese Produkte zu degustieren und wo man Gleichgesinnte antrifft.
Was mir an der Schweizer Bierszene gefällt, ist ihre Überschaubarkeit. Man kriegt alles mit, wenn man sich in den richtigen Kanälen informiert. Man kennt die Brauereien, die Spezialitätenläden und Bars. Der Austausch ist dadurch sicher einfacher als anderswo.

Was kann man tun, um dem entscheidenden Durchbruch von Bier in der Schweiz zu helfen?
Was meinst Du genau mit dem entscheidenden Durchbruch? Dass die Leute nicht mehr eine Glasform, zum Beispiel Stange, bestellen sondern bewusst einen Bierstil? Dass die Weinbauern ihre Reben durch Hopfen ersetzen? Dass wir den pro Kopf Konsum von Bier verdoppeln?

Ja, zum Beispiel, wenn Biervielfalt nicht mehr durch die Anzahl der unterschiedlichen Glasgrössen definiert wird.
Für mich ist der Durchbruch geschafft, wenn ich wirklich überall um die fünf bis sechs verschiedenen Bierstilen auswählen kann. Auch im Bären oder Rössli irgendwo auf dem Land. Ich meine Bierstile und nicht bloss das Helle, das Dunkle und ein alkoholfreies und vielleicht noch ein Weizen, sondern Bierstile die sich deutlich von dem was wir heute geboten kriegen abheben.
Wenn an Grossanlässen wie Open Airs, Sportveranstaltungen, Konzerten neben Lager Hell auch noch ein Pale Ale und IPA aus einem weiteren Zapfhahn fliesst.
Wenn es in der Schweiz gelingt, das Stammtischimage von Bier durch ein weiteres Image zu ergänzen, nämlich dadurch, dass es sehr edle, aufwändig produzierte Produkte gibt, die genauso genossen werden wie Wein und auch genau so viel kosten dürfen. Bier als Genussprodukt für besondere Momente.
Wenn die Leute im Keller nicht nur ein Wein- sondern auch ein Bierregal haben.
Wenn die Namen von Hopfensorten ähnlich geläufig sind wie die Traubensorten, die zu Wein verarbeitet werden.
Wie man das erreichen kann? Ich denke, ohne Medien geht das nicht so schnell. Es braucht Journalisten, die über Bier schreiben und so das Getränk immer wieder in Erinnerung rufen oder sogar hypen. Ohne das wird es ein langer Weg werden.

Und zum Schluss noch: Was empfiehlt der Schweizermeister? Fünf Biere die man trinken muss, bevor man stirbt und mit was du die Biere servieren würdest?
Es gibt Biere, die ich noch nie getrunken habe, die so gefragt sind, dass man sie nicht kriegt und die mich schon deswegen Neugierig machen: Ist der Hype gerechtfertigt oder hat das Marketing fast bessere Arbeit als der Brauer geleistet? So würde ich gerne folgende 5 Biere einmal trinken:

  • Cantillon Blaebar Lambik
  • Russian River Pliny the Younger und/oder the Elder
  • Three Floyds Dark Lord
  • Samuel Adams Utopias
  • …und dann steht noch im Keller eines Freundes von meinem Nachbarn ein Abbaye de Saint Bon-Chien von 2009. Diese Flasche ging dort vergessen und vor kurzem hat mein biersensibilisierter Nachbar diesen Schatz dort entdeckt und vor der Entsorgung gerettet. Denn der Besitzer meinte, so ein altes Bier sei ja eh zum wegschütten. Dieses Bier werden wir irgendwann mal in diesem Jahr gemeinsam mit dem Unwissenden geniessen.

All diese Biere würde ich zuerst mal ohne Essensbegleitung degustieren wollen. Weil Ihr aber darauf besteht, sind hier die Pairings, dich ich mir vorstellen kann ohne zu wissen, wie diese Biere wirklich schmecken:

  • Zum Blaebaer Lambik: Sauer eingelegter Fisch (Rollmops, Matjes oder ähnlich)
  • Zu den Pliny-Brüdern: Ein rotes oder gelbes Thai Curry mit Crevetten oder Jakobsmuscheln
  • Zum Dark Lord: eine dunkle (belgische) Schokolade mit >80% Kakaoanteil
  • Zum Utopias: Nougat aus Montélimar
  • Zum 2009-er Abbaye de Saint Bon-Chien: Ein Plättli mit bester Charcuterie und richtigem „Stinkkäse“

2 Comments

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.