Juni 10th, 2014,  | 1 Kommentar
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Rivalitäten: Mikkeller hat Evil Twin. Der FC Basel hat den FCZ, Katzen haben Hunde. Jetzt kommen noch Winterthur und Bern dazu. Worin rivalisieren sich die zwei Schweizer Städte? Darin wer die Bierhauptstadt ist. Nachdem Winterthur mit Erzbierschof mitgezogen und mit Hako oder Chopfab vorgelegt hat, erhöht Bern auf zwei neue Bierbars mit Biercafé Au Trappiste und der Barbière. Über Au Trappiste haben wir bereits berichtet und an einem Montagnachmittag besuchten wir Barbière.

Eigentlich ist Bierbar nicht richtig. Brewpub ist korrekter, denn das Angebot ist nicht gigantisch, aber dafür selber gebraut. Die Einrichtung liegt irgendwo zwischen Rohbau und Baustelle, aber mit genau diesem attraktiven Charme. Der Stil ist aufs Maximum reduziert. Per Angebot ist das hier aber nicht nur ein Brewpub sondern irgendwo zwischen demselben und einem Café. Welches bereits in den frühen Morgenstunden aufmacht und an diesem Nachmittag viele Cappuccinos serviert. Darum stimmt hier alles irgendwie und Barbière macht alles irgendwie richtig. Aber wie bei einer Flasche mit aufgeschüttelter Hefe, muss sich trotzdem alles zuerst noch setzen. Dann müssen wir nochmals kommen.

Wir erhalten schwere Gläser mit grossen Portionen. Die Preise sind nirgends angeschrieben. Übersetzt man die ausgeschriebenen Flaschenpreise in Gläserpreise, dann wird das ein teurer Nachmittag. Die meisten Biere sind sehr schaumig, wahnsinnig cremig und beim Einschenken lässt die Bardame mindestens ein Drittel den Abfluss runter. Somit auch gleich ein erstes Fazit: Die Biere sind nicht schlecht, aber sie werden in einem ziemlich miserablen Zustand serviert. Diese vier Biere hatten wir:

Ale-i (Ali) Brown Session Ale
Milchschokoladenaroma, ebenfalls fruchtiger Hopfen. Eher wässrig bezüglich anhaltendem Geschmack, aber nicht unangenehm und bei 3.7% nicht zu kritisieren.
Bewertung: 3

Comeback, Holunderbier mit Belgischer Hefe
Starkes Holunderaroma, fast ein Bisschen zu stark, aber zum Trinken angenehm. An der untersten Grenze was die Kohlensäure anbelangt. Wohl etwas Cassis im Aroma, fällt beim Trinken aber nicht auf.
Bewertung: 2.75

IPA Sorachi Ace
Sehr blumig und sehr fruchtig: Weiche Mango, Birnen und etwas Aprikosen. Leichte Bittere die recht schön anhält, aber auch diese Bier ist zu cremig.
Bewertung: 3, mit 0.5 Punkte Abzug für Ausschank = 2.5

Jamilla Wit, Belgian Wit
Wenig, etwas saures Aroma. In der Nase verspricht es alles, was ein Wit ausmacht. Im Maul sehr, sehr cremig und entsprechend wenig Kohlensäure. Zu warm serviert.
Bewertung: 2

One Comment

  • Chris Knözz sagt:

    Leider hast du recht mit deinem Bericht. Das Bier hat gute Ansätze, aber leider vermag es momentan noch nicht zu überzeugen. Auch die Bedienung sollte vermehrt noch tiefer über die Biere Auskunft geben können.
    Ansonsten eine Bereicherung im „Breitsch“!

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