Juli 28th, 2014,  | 1 Kommentar

Was könnt ihr uns über das diesjährige Craft Bier Festival erzählen?
Gabriel: Es wird ein Pairing von Bier und Schokolade sowie Bier und Käse geben. Ausserdem werden wir auch technische Demonstrationen durchführen. Eine Firma welche normalerweise Qualitätskontroll- und Messinstrumente für Grossbrauereien herstellt, versucht innerhalb der Craft Bier-Szene Fuss zu fassen. Die Firma wird vor Ort die CO2 oder unvergorenen Zuckerwerte von Bieren messen. Das ist wiederum eine ausbildende Komponente des Anlasses.
Beertone wird auch da sein, dieses Mal mit ihrer Kamera damit die Farben vor Ort gemessen werden können. SIOS wird wieder ein Bier vor Ort brauen. Im letzten Jahr haben wir den Pass mit Klebern eingeführt. Das wegpopeln der Kleber von der Schlossmauer war aber sehr mühsam. Deswegen wechseln wir in diesem Jahr zu Stempeln. Im Pass werden auch in diesem Jahr wieder Informationen zu den Bieren stehen.
Wir haben das Craft Bier Festival dazu gegründet, um die Leute über Bier zu informieren und um ihnen zu zeigen, wie Bier auch noch schmecken kann. Das Ganze in einer Umgebung die einen hohen Standard und Klasse hat; anstelle auf Festbänken und in riesengrossen Kübeln Lagerbier runterzuschütten. Wir erwarten in diesem Jahr 2‘500 Besucher.
Wie funktionieren die Pairings?
Gabriel: Wir bestimmen welche Biere am Festival serviert werden. So können wir sicherstellen, dass verschiedene Biere ausgeschenkt werden. Die Pairings werden in einem separaten Raum innerhalb des Schlosses stattfinden und eine Session wird etwa 30 Minuten dauern. Wir möchten den Leuten die Grundsätze sowie ein paar Beispiele zeigen, wie man Biere mit Käse und Schokolade kombinieren kann. Dafür werden wir Toni von Erzbierschof, verschiedene Käser und Chocolatiers engagieren. Diese Sessions werden also von Experten geführt. Wir werden neben Schweizer auch Englischen Käse dabei haben.
Da uns die Informationsvermittlung sehr wichtig ist, möchten wir die bestmöglichen Kombinationen servieren. Entsprechend ist noch nicht fixiert, ob wir ausschliesslich Biere verwenden können die auch am Festival ausgeschenkt werden. Hoffentlich wird es möglich sein die Sessions auf der Webseite craftbier.ch zu buchen.
Da wir zusätzlichen Raum brauchen und auch die Biere, die Schokolade und die Käse bezahlt werden müssen, werden die Sessions etwas kosten. Maximal werden pro Session 40 Personen teilnehmen, womit diese zu einer tollen Erfahrung im kleinen Rahmen werden.
Also belgische Schokolade und Englischen Käse?
Stephen: Ich fände das nicht schlecht. Mir selber schmeckt Schweizer Schokolade besser als belgische Schokolade. Die unterschiedlichen Varianten zu probieren, kann die Leute auch aufrütteln. Ein Käser hat uns tatsächlich darauf angesprochen. Ich meinte dann, dass Schweizer Käse bis nach Neuseeland exportiert werde. Warum soll das in die andere Richtung nicht auch möglich sein? Ein solcher Importkäse kann einen Käser auch inspirieren. Es gibt in der Schweiz kaum Schimmelkäsehersteller. Einer kommt aus dem Toggenburg. Er hat mal einen Stilton und einen Roquefort probiert und wollte das selber machen.
Und so ist es ja auch beim Bier. Die Leute trinken ein IPA, sind begeistert und sie brauen ein IPA. Das erstes eigene IPA schmeckt dann gleich wie dasjenige welches sie probiert haben. Aber nach einer Weile gibt man dem Bier seine eigene Note. Die Leute müssen akzeptieren, dass die Entwicklung auch aus dem Ausland kommen kann und Fremdes wie ein IPA oder ein Blauschimmelkäse auch gute Produkte sind. Sonst bleibt man nur stehen.

Das Craft Bier Festival findet am Sonntag, 31 August, 2014 von 11.00 bis 19.00 Uhr statt.

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