Februar 7th, 2014,  | 0 Kommentare
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Peru: Mehr als Lamas und Lager – Teil 1 – Bierszene Peru
Peru: Mehr als Lamas und Lager – Teil 2 – Bierdegustation
Peru: Mehr als Lamas und Lager – Teil 3 – Chicha

Alle hier im Degustationspost aufgelisteten Craft Biere habe ich im Deli Sitter Haus in Miraflores gekauft.

Ajeper Tres Cruces, American Adjunct Lager, Bewertung: 1.5
Eines der “selteneren” Massenbiere in Peru. Kirschen ähnliche Säure. Starke Malz süsse und Malz Geschmack, ohne Gegensteuer vom Hopfen. Kohlensäure wie ein Mineralwasser.

Cervecería Barbarian Chaski Porter, Porter, Bewertung: 3.5
Ein wirklich guter Porter. Schokolade und etwas Röstbittere. Salz im Hintergrund. Nicht der grösste Körper, sondern etwas wässerig. Trotzdem ein schöner Porter.

Cervecería Barbarian Red Ale, American Amber / Red Ale, Bewertung: 3
Süsse etwas kräftige Weinbeeren im Aroma. Weitere Waldbeeren im Geschmack. Ziemlich bitter und eine Metall-Komponente. Kein überwältigender Geschmackskörper, aber viel grösser als ein helles Lager einer Grossbrauerei.

Cervecería Barbarian 174 IPA, American IPA, Bewertung: 3.5
Sehr viel Schaum und sehr stark karbonisiert. Sprudelndes Mundgefühl. Verschiedene Ebenen der Bitterkeit übereinander geschichtet. Etwas metallene Kante, aber eher subtil. Abgesehen vom ziemlich unangenehmen Gefühl im Mund, eine wirklich gutes IPA.

Cerveceria Aldon Amarilis Pale Ale, American Pale Ale, Bewertung: nicht möglich
Mit dieser Flasche war irgendwas nicht in Ordnung: Sauerteig Aroma und noch stärkere Säure beim Schlucken. Keine Anzeichen von Hopfen. Keine Malzsüsse, sondern nur Säure. Schade.

Cerveceria Aldon Amarilis Irish Stout, Irish Dry Stout, Bewertung: 1
Wie bei allen Bieren dieser Brauerei, eine unangenehme Säure. Etwas bitterer Kaffee im Hintergrund. Gemäss Flaschenetikette hat das Bier zwei von vier Punkten bezüglich Säure. Warum ein Stout so viel Säure haben sollte, ist mir ein Rätsel. Ja, Astringenz kann entstehen wenn mit zu viel Schwarzmalz gebraut wird, aber das wäre dann ein Fehler.

Cerveceria Aldon Amarilis Dunkelweizen, Dunkelweizen, Bewertung: 0.5
Und nochmals ein Bier dieser Brauerei, welches ein Problem hat. Hier ist die Säure wenigstens nicht überwältigend, aber es ist schwierig hier irgendwelche Dunkelweizengeschmäcker zu identifizieren. Dies einerseits weil das Bier kaum Geschmack hat.

Cerveceria Aldon Amarilis Golden Ale, Golden Ale, Bewertung: 1.5

Unmittelbar nachdem man die Flasche aufmacht, faule Eier oder Klähranlage und Abwasserleitungen im Aroma. Danach stark Brot, Malz und etwas Karamel im Gaumen. Das einzige Bier der Brauerei, das man trinken kann, aber nicht Stiltreu. Eher ein Extra Special Bitter als ein Golden Ale.

Cerveceria Gourmet Cumbres Maiz Morado, American IPA, Bewertung: 3.5
Ein kräftiger Hopfentritt, danach Mais- oder Malzsüsse. Schmeckt wie ein „normales“ IPA und es ist schwierig abschliessend zu evaluieren, welche Geschmackselemente genau vom Morado Mais stammen.

Cerveceria Gourmet Cumbres Roja, Scottish Ale, Bewertung: 3.5
Eine bittere Variante des Red Ale Stiles und sicherlich bitterer als ein Schottisches Ale normalerweise ist. Kombiniert mit einer guten Malzigkeit.

Cerveceria Gourmet Cumbres Quinua, Blonde Ale, Bewertung: 1
Etwas Süsse aber vor allem Rohfrucht Säure vom Korn. Nicht ausschliesslich angenehm. Etwas brotige Malzigkeit mit stärkerer Süsse. Sehr wenig Bitterkeit.

Cervecerias Peruanas Barena, Pilsner, Bewertung: 0.5
Ein wirklich schlechtes Lager, gebraut nach internationalem Massengeschmack. Keine rehabilitierenden Eigenschaften. Sogar schlecht für ein schlechtes Bier.

Sierra Andina Alpamayo Amber Ale, American Amber / Red Ale, Bewertung: 2.5
Ordentliches Amber Ale, aber zurückhaltend. Spuren von Karamell und etwas Bittere. Angenehm da nicht zu wässerig, aber leider auch etwas sauer.

Sierra Andina Inti Golden Ale, Golden Ale, Bewertung: 3
Gute Balance von Hopfen und Malz. Süsse fast schon wie bei einem süssen Mais, Anzeichen von Pfeffer. Etwas stichiges Metall, aber trotzdem angenehm. Andeutungen von Säure, aber ein ordentliches Golden Ale im Stile eines Duvel.

Sierra Andina Huaracina Pale Ale, American Pale Ale, Bewertung: 3
Stark hopfig mit Andeutungen von Metall, Zwiebeln und Fenchel. Ein Anfänger-IPA mit traditionellen Pinien, Harz und Blumenaromen, sowie etwas Süsse. Grundsätzlich wohlschmeckend.

Sierra Andina Pachacútec Imperial Ale, Imperial Pale Ale, Bewertung: 2.5
Viele Hopfenaromen: Pinien, Harz und etwas blumige Süsse. Retronasal verschwindet die Süsse und dafür entwickelt sich Fenchel, Gummi und Zwiebeln. Bitter wie ein IPA aber mit weniger Körper.

Sierra Andina Don Juan Porter, Porter, Bewertung: 3
Etwas Schokolade aber viele Röstaromen. Etwas Säure und salzige Schärfe. Mittlerer Körper, der aber angenehm anhält. Guter Porter mit kleineren Fehlern.

Backus y Johnston Apu Cerveza de Coca, Herbed/Spiced Beer, Bewertung: 2.5
Coca-Blätter zu kauen oder als Tee zu servieren hat in den Anden eine Tradition und soll auch bei der Höhenkrankheit helfen. Dass irgendjemand ein Bier damit braut, ist demnach offensichtlich. Was überrascht ist die unglaubliche Säure. Ein Anden Lambic? Der Coca-Geschmack den der Tee, die Blätter oder die Coca-Süssigkeiten haben, ist auch in diesem Bier erkennbar. Doch wow, die Säure beisst sich durch alles durch.

Backus y Johnston Cristal, Pale Lager, Bewertung: 1.5
Dies ist ein super-mega-mainstream Lager. Entsprechend hat es wenig Geschmack, aber somit auch wenig das einem nicht schmecken kann. Die Geschmackswenigkeit kommt hauptsächlich vom Malz, mit wenig bis kein Hopfen.

Backus y Johnston Cusqueña Dorada Golden Lager, Pale Lager, Bewertung: 2
Das “normale” Cusqueña findet man mit mindestens zwei verschiedenen Labels: Premium und Dorada Golden Lager. Wahrscheinlich ist es aber das gleiche Bier. Beides schmeckt stark süss, mit prominenter Malzigkeit. Aus der Büchse (im Glas) tatsächlich unangenehmer als aus der Flasche. Sicherlich das touristischste Bier in Peru, wird auf Machu Picchu serviert und hat den Berg auf dem Label (sowie die Steinmauer in Cusco). Aber durchaus ein solides Lager, dass je nach Umgebung auch hervorragend schmecken kann.

Backus y Johnston Cusqueña Malta, Schwarzbier, Bewertung: 2.5
Ein durchaus angenehmes Schwarzbier, mit wenig Körper und zurückhaltenden Röstaromen.

Backus y Johnston Cusqueña Quinua, Speciality Grain, Bewertung: 2.5
Wird sozusagen als Luxusbier in der 7dl Flasche verkauft. Schwierig auszumachen, was genau das Quinua zum Geschmack beiträgt, aber schön zu sehen, dass eine SABMiller-Brauerei auch ein Nischenbier mit lokalen und traditionellen Zutaten braut.

Backus y Johnston Cusqueña Red Lager, Winter Lager, Bewertung: 2.5
Warum das (auch) als Winter Lager spezifiziert wird, weiss wohl niemand so genau. Jedenfalls eine stärkere Geschmacksvariante des „normalen“ Cusqueña, mit Halbdunkelmalznoten und breiterem Körper.

Backus y Johnston Pilsen Callao, German Pilsner, Bewertung: 0.5
Enorm über-malzig und unter-hopfig. Die Büchse meint zwar, dass die Adjuncts “seleccionados” sind, aber sie leisten keinen Beitrag an das Bier. Scheinbar das beliebteste Bier in Peru, aber wirklich kein angenehmes Geschmackserlebnis.

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